Wandern in den rumänischen Ostkarpaten

Berichte
Erstellt am Mittwoch, 01. Dezember 2010
Geschrieben von Günther Krämer

 

Von der Maramuresch über das Rodna-Gebirge in die Bukowina

Baia Mare - Sighetu Marmatiei - Giulesti - Budesti - Poienile Izei - Ieud - Pasul Setref - Manastirea Moisei - Borsa - Pietrosul Mare - Valea Vinului - Valea Mare - Lunca Ilvei - Poiana Stampei - Vatra Dornei - Klausenburg / Cluj-Napoca

19. August bis 3. September 2010

Nun schon im zehnten Jahr wandern wir auf dem großen Gebirgszug von der Mitte in den Osten Europas. Vor 3 Jahren wurde das große Ziel Czernowitz (Ukraine), von 1774 bis 1918 die Hauptstadt des österreichischen Herzogtums Bukowina, erreicht. Dabei haben wir die Karpatenlinie verlassen und sind ins östliche Karpatenvorland, ins Tiefland von Sereth und Pruth hinausgewandert. Letztes Jahr haben wir die Wanderung in der Nähe von Suceava fortgesetzt, der alten Hauptstadt (1375- 1565) und heutigen Kreisstadt des rumänischen Kreises Bukowina. Von Osten sind wir durch die rumänischen Waldkarpaten der Bukowina und der Maramuresch zum Land an der Theiß zurückgewandert.

Dieses Jahr also die Fortsetzung von der Theiß durch die alte Kulturlandschaft der Maramuresch (Marmatien) über das Rodna-Gebirge (Muntii Rodnei) im nordöstlichsten Zipfel Siebenbürgens nach Vatra Dornei, der alten habsburgischen Karpaten-Sommerfrische. Wir folgten dabei in etwa der gestrichelten Linie, die in alten E-Wege-Karten den geplanten Verlauf des E 8 durch die Ukraine und Rumänien darstellt. Leider hapert es in der Umsetzung gewaltig, obwohl wir uns schon seit 4 Jahren gemeinsam mit dem Verein Ostwind e. V. auf allen europäischen Ebenen für eine Realisierung dieses E 8 – Abschnitts einsetzen. Er wäre ein Gewinn für die Wanderbewegung, denn die von uns erkundeten Wege gehören kultur- und naturlandschaftlich zum Schönsten, was Europa zu bieten hat: vielseitige bäuerliche Landwirtschaft, aussichtsreiche Höhenwege, weiche Rastplätze, Städte mit Geschichte und entsprechenden Baudenkmälern, Urwälder und nicht zuletzt viele UNESCO-Weltkulturerbestätten. Auf der anderen Seite kann Wandern und vor allem Weitwandern die nachhaltige Regionalentwicklung stärken. Aber leider sind die Lokal- und Regionalpolitiker, die Wandererorganisationen und auch die EU bisher auf diesem Auge völlig blind! Eine schön gepflasterte Fußgängerzone fällt dem Wähler doch eher ins Auge als ein markierter Wanderweg.

Noch nie war unsere Karpatenwandergruppe so groß: Dreizehn – eine echte Glückszahl, denn es gab nicht ein einziges echtes Problem. Nur Managerin und Dolmetscherin Angelica hatte Schwerstarbeit zu leisten, aber sie schaffte es, mit Humor und Fröhlichkeit an allen vorgesehenen Etappenorten ausreichend Quartiere, ein Frühstück und ein Abendessen zu bekommen, die Hirten und Bauern nach dem Weg zu fragen und nicht zuletzt Microbusse zu bestellen. Ich, „Ghidul“ Günther, hatte unterwegs mit GPS-Gerät, GoogleEarth-Ausdrucken, Karte und Kompass das Sagen. Finanzminister und Medizinmann Uli sorgte sich um Bani (=Geld) und versorgte die Gott sei Dank nur kleinen Wehwehchen. Nachstehend der Bericht über die Traumwanderung durch die rumänischen Ostkarpaten. Übrigens: Es darf nachgewandert werden!

1. Tag

Flug mit Tarom über Bukarest nach Baia Mare, der schön herausgeputzten Hauptstadt des Kreises Maramuresch. Microbus-Transfer in die Stadt, organisiert von unserer Pension. Freundlicher Service, schöne Zimmer, aber leider etwas umständliches Früh-stück in der *Pensiunea Floare de Colti (Edelweiß).

2. Tag

Fahrt mit Linien-Microbus (Haltestelle nur wenige 100 m östlich der Pension an der strada Dr. Vasile Lucaciu) über den landschaftlich großartigen, kurvenreichen Pasul Gutai ins Kernland Marmatiens nach Sighetu Marmatiei an der Theiß. Aus Sighet stammt der Schriftsteller und Friedensnobelpreisträger von 1986 Elie Wiesel, der in seinen Romanen und in seiner Autobiographie eindrucksvoll das Schicksal der jüdischen Bevölkerungsmehrheit des "Schtetls" Sighet beschreibt. Wir wohnen direkt neben dem Elie-Wiesel-Haus, das natürlich die Station 1 unserer Stadtbesichtigung darstellt. Noch 33 jüdische Bewohner hat Sighet und eine große Synagoge, die aber nur an zwei Tagen in der Woche vormittags zur Besichtigung geöffnet ist. Ungleich mehr Besucher zieht das Gefängnismuseum an, das den Verfolgten des kommunistischen Regimes gewidmet ist. Bezeichnenderweise ist das Gefängnis direkt hinter dem Rathaus angebaut, und gegenüber liegt die Polizeistation. Obwohl direkt an der Grenze zur Ukraine an der Theiß gelegen, ist Sighet eine lebendige und prosperierende Stadt mit großem Potenzial - touristisch und wirtschaftlich. Wir essen gut aber langwierig im Restaurant Casa Iurca de Calinesti (Reservierung ist notwendig), die Übernachtung in der *Pensiunea Casai Iurca de Calinesti ist empfehlenswert, wenn auch für Rumänien etwas teuer. Der Service wohl freundlich, aber manchmal überfordert.

3. Tag (Karte GoogleEarth) 18,2 km

Vorbei am Holocaust-Denkmal wandern wir nach Süden zur Brücke über die Iza, danach durch eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft links am Fluss aufwärts bis wir auf die Straße nach Sugau treffen, der wir talaufwärts folgen bis zum Punkt 47°52'41,3''N 23°53'26,5''E. Ein schöner Weg führt über die Hügel ungefähr südwärts ins Valea Berbesti, das wir eigentlich nur queren, um über den Gegenhang hochzusteigen, wo uns ein aussichtsreicher Weg über Hochweiden hinunter nach Giulesti erwartet. Der von unserer Pension gecharterte Microbus holt uns zuverlässig an der Brücke über die Mara ab. Wir übernachten nochmals in der Casa Iurca de Calinesti in Sighet essen einfach/preisgünstig in der Pizzeria Primavera zu Abend.

4. Tag (Karte GoogleEarth und DIMAP-Karte 29 Muntii Gutai, Lapus si Tibles) 19,5 km

Unser Microbus bringt uns nach Sat-Sugatag, wo wir gleich eine Holzkirche besichtigen, ehe es durch Kulturlandschaft mit unendlich vielen Mirabellen, Zwetschgen, Pflaumen und Äpfeln in großem Bogen um Harnicesti herum nach Desesti geht. Hier ist in der UNESCO-Weltkulturerbe-Holzkirche gerade der Gottesdienst zu Ende, der Pfarrer lädt zum nächsten Fest im Nachbardorf ein und eine Bauernfrau in Tracht verkündet den anwesenden Landwirten die Zuschussrichtlinien für die Milchkühe. Wir aber halten gemütliche Rast. In der Mittagshitze queren wir das Mara-Tal und wandern auf Traumpfaden über Breb hinüber nach Budesti, wo uns das nächste UNESCO-Weltkulturerbe erwartet. Zuverlässig holt uns hier der Microbus wieder ab und bringt uns nach Sighet zurück. An der Piata 1 Decembrie 1918 verwöhnt uns eine kleine Konditorei.

5. Tag (Karte GoogleEarth und DIMAP-Karte 29 Muntii Gutai, Lapus si Tibles) 17 km

Nach drei Tagen nehmen wir Abschied von Sighet und fahren mit unserem Microbus nach Budesti, wo bei Punkt 47°43'07,0''N 23°57'31,5''E der Fußweg über die Berge nach Glod beginnt. Zuerst ein aussichtsreicher Traumpfad über ausgedehnte Hochweiden mit vielen Blumen, später ein Navigationskunststück durch einen großen Wald, wo neue Waldwege zu falschen Zielen führen. Aber wir können auch quer durch den Wald, ohne dass uns Bären fressen. In Glod bestaunen wir die Naturwaschmaschinen im Bach, ehe es auf einem Schotterweg zum nächsten UNESCO-Weltkulturerbe nach Poienile Izei geht, wo bei **Ileana_Petreus ein einfaches Quartier mit herzlicher Aufnahme und bester Küche auf uns wartet.

6. Tag (DIMAP-Karte 29 Muntii Gutai, Lapus si Tibles) 18 km

Auf dem Schotterweg wandern wir hinüber nach Botiza, wo das Schwefelbad leider nicht in Betrieb ist. Dafür gibt es wieder mal eine Holzkirche - und die Weberinnen, denen wir am Weg Richtung Ieud bei der Arbeit zuschauen dürfen. Danach ist Vorsicht geboten mit der ungenauen DIMAP-Karte. Wir sind in Ieud zu weit unten im Tal angekommen, so dass wir zur Weltkulturerbe-Holzkirche noch ein paar Kilometer auf der asphaltierten Dorfstraße gehen mussten. Das kleine Volkskunde-Museum nah bei der Kirche lohnt einen Besuch. Hier holt uns der Microbus ab und bringt uns wieder nach Poenile Izei zu Ileana Petreus.

7. Tag (Karte GoogleEarth und DIMAP-Karte 29 Muntii Gutai, Lapus si Tibles) 19,2 km, etwa 1500 Höhenmeter Anstiege!

Königsetappe Nr. 1 mit vielen Höhenmetern: Der Microbus bringt uns nach herzlichem Abschied von Ileana Petreus und ihrer Familie - übrigens im Frühsommer als Spargelstecher in der Nähe von Frankfurt tätig - nach Dragomiresti zum Punkt 47°39'43,6''N 24°17'48,4''E, wo der Anstieg zum Vf. Pintenu in 440 m Höhe beginnt. Steil steigen wir zunächst durch Kulturland, später durch zugewachsenes weil nicht mehr genutztes Weideland hoch zum Gipfel (1119 m). Das hohe Gras behindert unseren Aufwärts-Vorwärts-Drang sehr, aber grandiose Tiefblicke ins Iza-Tal belohnen uns. Der Kammweg führt auf und ab, aber fast immer über 1000 m Höhe über den Vf. Merisorului (1182 m), den Dealul Paltinisului und am Vf. Stefanitei vorbei über den Fantanele-Sattel hinunter zum Pasul Setref, wo der Volkssänger Patru Barlea in seinem etwas heruntergekommenen Hanul lui Patru auf uns wartet. Über die sanitären und Frühstücks-Unzulänglichkeiten helfen auch der schönste Playback-Gesang und die folkloristische Ausstattung nicht hinweg. Und die unfreundlichen, auf der Wiese daneben lagernden Zigeuner mit ihren Schrottautos verbesserten den Eindruck kaum.

8. Tag (DIMAP-Karte 15 Muntii Rodnei) 18,5 km, etwa 1000 Höhenmeter Anstiege!

Die rote Markierung macht es uns heute leicht. Wir folgen einfach dem aussichtsreichen Kammweg durch das Rodnei-Gebirge vom Pasul Setref (817 m) zum Vf. Capu Muntelui (1194 m), weiter über die Südhänge des Muncelul Rajos (etwa 1500 m) und hinunter zur Weide Preluca. Hier haben wir wieder typische DIMAP-Karten-probleme, und nicht nur wir, sondern auch zwei tschechische Wanderburschen, die eigentlich sehr fit im Navigieren sind. Also nicht hinunter zur Almhütte, sondern nach den Nagelfluh-Konglomeraten bei der Weggabelung den oberen Weg nehmen, der bald wieder markiert und frisch planiert hinunter durch den Wald zum Pasul Pietrii (1196 m) führt. Von hier wandern wir auf bequemem Forstweg nach Norden hinunter zur Iza-Quelle, wo sich unsere Gruppe trennt: Ich gehe ohne Rucksack schnell rechts hinauf durch die Felsenschlucht zur Preluca sub Piatra und hinunter zum Manastirea Moisei, wo der Microbus warten soll. Die übrigen Zwölf wandern weiter talabwärts auf romantischem Weg entlang der Iza. Am Kloster warten schon ein Geländeauto und ein VW-Bus, die über einen Schotterweg zum Iza-Tal hinüberdirigiert werden, wo an der Wegeinmündung die Gruppe wartet. Bald erreichen wir das uns vom Vorjahr bekannte Borsa und in einem kleinen Seitental, dem Valea Ilei, unser Quartier, die **Pensiunea Eladi. Schöne Zimmer, freundliche Bedienung, gute Küche, Erfüllung aller Wandererwünsche inklusive Geländeauto und Gepäcktransport.

9. Tag (DIMAP-Karte 15 Muntii Rodnei)

Heute ist ein Feiertag, denn Bärbl hat Geburtstag. Dennoch wird der Pietrosul Mare, mit 2303 m der höchste Gipfel der Ostkarpaten, von Thilo, Bernhard und Peter bezwungen (8 Stunden, 1600 Höhenmeter Anstieg und Abstieg). Die andern feiern lieber!

10. Tag (DIMAP-Karte 15 Muntii Rodnei) 18 km, etwa 900 Höhenmeter Anstiege

Königsetappe Nr. 2: Die Wolken haben es am Vortag angekündigt, ein nächtliches Gewitter hat es zur Gewissheit gemacht: Das Wetter ändert sich, es wird feucht, kalt und windig. Dennoch wagen wir die Überquerung des Rodnei-Gebirges. Herzlicher Abschied von der Familie Mihali. Die Forstamtsgeländeautos bringen uns nach Statiunea Borsa zur Talstation des Sessellifts zum Stiol. So können wir uns 500 Höhenmeter Anstieg ersparen. Wolken, Nebel, Wind und kurze Regenschauer empfangen uns auf der Höhe des Stiol in etwa 1400 m Höhe. Dennoch wird es eine traumhafte Wanderung, der Höhepunkt unserer diesjährigen Karpatendurchquerung. Bis zum Hauptkamm, den wir an der Saua Gargalau erreichen, folgen wir der blauen Markierung, dann der roten Kammwegmarkierung.

Bald stehen wir auf dem windumtosten Vf. Gargalau (2158 m), kurz darauf auf dem Vf. Omului (2134 m). Wir finden windgeschützte Rastplätze zwischen den Felsen - und in der dicksten Nebelsuppe die Abzweigung von der Tarnita lui Putredu(Markierung blaues Dreieck) über die Pferdeweide Muntele Cisa hinunter ins ehemalige Bergbaugebiet des Valea Vinului. Unser Quartier, die Pensiunea Maya ist ein früheres Verwaltungsgebäude des Erzbergbaus, umgeben von schon ruinösen Bergwerksanlagen, in einem tief eingeschnittenen Waldtal an der Stramtoarea Dracului gelegen. Leider sind einige Zimmer sehr feucht, aber Domnul Flaviu, im sonstigen Leben Sportlehrer in Rodna, bemüht sich mit Frau und Mitarbeiterin sehr um die Gäste.

11. Tag (DIMAP-Karte 15 Muntii Rodnei) geplant 18 km

Dauerregen! An die geplante Überschreitung der Saua Curatel und der Stanistea mit Abstieg nach Sant bzw. Valea Mare ist nicht zu denken. So fährt uns Domnul Flaviu in zwei Fuhren mit seinem Spezial-Dacia hinunter nach Rodna, wo wir etwas Sightseeing betreiben und auch gleich einen älteren Ceausescu-Fan namens Bauer (Nachfahre deutscher Bergleute) mit seinem VW-Bus treffen und mit ihm den Transfer nach Valea Mare ausmachen. Wieder zwei Fahrten, und wir stehen vor der **Pensiunea Teodora, einer EU-geförderten neuen Pension. Die Familie Moisil hat hier ein perfektes Wandererquartier ge-schaffen mit schönen Zimmern, perfekten sanitären Anlagen, bester Küche und freundlichst bis herzlicher Aufnahme und Bedienung. Sogar der Kamin wird in Betrieb genommen. Die Lesung von Claus Stephanis Roman "Blumenkind" findet hier ihren idealen Rahmen. Man könnte hier auch länger Urlaub machen. Und EU-Geld ist gut angelegt!

12. Tag (Karte GoogleEarth) 17 km

Heute ist Petrus wieder gnädig gestimmt. Leider müssen wir Abschied nehmen von der gastlichen Pensiunea Teodora. Wir wandern in den Ort hinein und biegen nach der Kirche in den ersten nach rechts abbiegenden und auf die Höhe führenden Weg ein. Dabei halten wir uns immer rechts des Seitentaleinschnittes und erreichen so zunächst über Wiesen, später durch den Wald die aussichtsreichen Hochweiden, auf denen wir in südlicher Richtung wandern. Bei den Schafweiden (mehrere Hütten) gehen wir auf dem gut erkennbaren Weg in östlicher Richtung, steigen auf die Höhe und biegen danach auf dem Kamm nach Süden. Die Orientierung ist nicht einfach, aber wenn man möglichst auf der Höhe bleibt und die Südrichtung in etwa beibehält, wird bald die breite Talsenke von Lunca Ilvei sichtbar, auf die der Höhenrücken ausläuft. Eine gute Vorbereitung mit GoogleEarth und eine exakte Navigation mit GPS ist auf dieser Etappe unerlässlich - und eine Schäferhundeabwehr- und Umgehungstechnik! Wir steigen hinunter in das Seitental von Lunca Ilvei und erreichen beim Bufet die Hauptstraße. Hier holt uns Avram Grigore, der Wirt der Pensiune Rustica, mit seinem VW-Bus ab, denn die Pensiunea liegt 2,5 km entfernt im südöstlichsten Ortsteil. Die Dekoration der Zimmer und der Gaststube mit Volkskunst kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Haus vergammelt und schmutzig ist. Auch die Küche ist nicht die beste, was sich auf die Darmtätigkeit mehrerer Lustwandler negativ bzw. zu positiv auswirkt. Zu guter Letzt stinkt es im Gastraum nach Rauch, denn sowohl die Wirtsleute als auch die Gäste rauchen, und das nicht wenig.

13. Tag (Karte GoogleEarth) geplant 16 km

Wieder Dauerregen! Geplant war eine Wanderung von Lunca Ilvei (Siebenbürgen) in etwa parallel zur Eisenbahntrasse nach Poiana Stampei (Bukowina). Wir sagen der Pensiunea Lux Flora in Poiana Stampei ab - Doamna Chirileanu hat Verständnis für unsere Situation - und fahren mit der Bahn direkt nach Vatra Dornei, in die alte habsburgische Sommerfrische in der südlichsten Bukowina. Im vorbestellten Hotel Maestro, dem ältesten Hotel aus habsburgischer Zeit und schön renoviert, steigen wir ab und hoffen auf besseres Wetter. Leider stinkt es im ganzen Haus nach Rauch, denn Rauchen ist erlaubt, was Gäste und Personal exzessiv nutzen. Ein Teil des Personals ist außerdem unfreundlich und unwillig. Zu guter Letzt dröhnt von früh bis spät internationales "Musik"-Gedudel aus wattstarken Lautsprechern vor dem Haus. Das Essen ist in Ordnung, das Frühstück etwas kompliziert organisiert.

14. Tag (Dimap-Karte 14 Muntii Caliman) geplant 20 km

Immer noch kaltes und nasses Wetter. Die geplante Wanderung von Poiana Stampei über Poiana Negri, die Saua Zaurele und den Vf. Diecilor ist unmöglich, auch in umgekehrter Richtung. Ein Teil unserer Gruppe macht eine nasse Rundwanderung im Bereich des Vf. Diecilor. Der Großteil aber macht einen auf Bildung: Stadtpark, Naturkundemuseum, Ethnographisches Museum (unsere Führerin, eine ehemalige Geschichtslehrerin, spricht Deutsch, die Großmutter war Wienerin), Synagoge und schließlich das Kaffeehaus Dolce Vita in der Fußgängerzone strada Luceafarului. Und Peter feiert heute Geburtstag. Wir finden dazu im **Restaurant des Hotels Vila Musetti in der strada Republicii 19 den richtigen Rahmen: beste Steinpilzgerichte, guten Wein, guten Tuica, feinen Nachtisch, freundliche Bedienung und auch die Zimmer sehen gut aus. Vila Musetti ist eine gute Alternative zum Maestro!

15. Tag

Bahnfahrt nach Klausenburg/Cluj Napoca, verregneter Stadtbummel, Mitbringsel einkaufen, Essen im Hubertus, Übernachtung im **Hotel Agape.

16. Tag

Taxi zum Flughafen, Rückflug mit Carpatair

Anmerkung: Die Bewertung der Quartiere erfolgt unabhängig von der staatlichen Klassifizierung:

** beste Qualität, freundlichster Service, uneingeschränkt zu empfehlen

* empfehlenswert

Kein Stern Keine Empfehlung, da Mängel in der Übernachtungsqualität, beim Essen, in der Ausstattung oder im Service, Rauchergestank – oder nicht selbst geprüft

Weitere Impressionen unter www.lustwandeln.net/rumaenien10.

Fotos: Günther Krämer

Erschienen in der Zeitschrift des Vereins Netzwerk Weitwandern e.V. Wege & Ziele 33 - Dezember 2010



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