Reisen und wandern in Rumänien

Reisen und wandern in Rumänien
Erstellt am Freitag, 08. April 2011
Geschrieben von Dr. Lutz Heidemann

 

Eindrücke aus einem europäischen Land

Aufbruch und Rückblick nach einer zehntägigen Tour

Auf dem E8 unterwegs sind seit Jahren einige Wanderer um Netzwerker Günther Krämer – so auch durch die Ukraine und Rumänien. Zu den Mitwanderern gehört Dr. Lutz Heidemann, der mehrere Jahre erster Vorsitzender des Vereins Netzwerk Weitwandern war. Er war mit dieser Truppe erstmals in Rumänien und reflektiert nun seine Eindrücke.

Rumänien – am Ende einer langen Wanderung.

Für 7.30 Uhr hatten wir das Frühstück bestellt. Es gab wieder Unmengen an Kaffee, Wurst und Marmelade. Schwarzer Tee allerdings war in Rumänien keine Selbstverständlichkeit, aber ich konnte auf Erfahrungen unserer Tochter zurückgreifen und hatte reichlich Teebeutel mitgenommen und kam auch bei diesem Sonderwunsch auf meine Kosten. Doch lag etwas Wehmut über der Mahlzeit, denn in wenigen Minuten würden wir auseinandergehen. Ich musste zurück zu meinem Auto, das am Ausgangpunkt unserer Tour stand, die anderen Mitwanderer fuhren mit der Bahn nach Cluj / Klausenburg und nahmen dort das Flugzeug nach Deutschland.

Wir verabschiedeten uns von unseren freundlichen Wirtsleuten, dann von einander. Ich ging zum Dorfmittelpunkt, wo die „Microbusse“ halten, die anderen zum Bahnhof. Das Dorf erwachte gerade aus dem Frühnebel, es würde wieder ein schöner warmer Tag werden. Ich beobachtete das Verhalten der Mitwartenden; sie hielten einfach andere Autos an. Das tat ich auch und bald hielt ein Auto. Ich nannte den Namen der nächsten Kleinstadt, ein Nicken, ich stieg ein. Die beiden Männer unterhielten sich weiter intensiv und schenkten mir keine Beachtung. Es war zu offensichtlich, dass ich als Ausländer von ihrem Gespräch nichts verstand. Am Zielort zückte ich mein Portemonnaie und zwei Lei, Gegenwert 0.50 €, wurden selbstverständlich angenommen. Ich hatte solche Praktiken auf der Hinreise beobachtet, als ältere Frauen am Straßenrand standen und ich sie mitnahm.

Zu Passanten sagte ich „Microbus“ und nannte wieder einen Ortnamen und wurde zum nächsten Haltepunkt verwiesen. Dort kam ziemlich bald ein Kleinbus und bei Zahlung ähnlicher Summen kam ich zum nächsten und nach einem weiteren schnellen Fahrzeugwechsel zum übernächsten Ort.

Ich erkannte beim Vorbeifahren die Pensionen und Hotels wieder, in denen unsere Gruppe geschlafen hatte oder die Stellen, wo wir unsere Tagesetappen begonnen oder beendet hatten. Vor allem flogen jetzt die Bildteile an mir vorüber, aus denen sich das aktuelle Rumänien-Puzzle zusammensetzt: ein buntes Gewusel aus Menschen, vielen großen neuen Autos, alten Holzhäusern und bunten Neubauten, älteren „sozialistischen“ Gebäuden, die ihre nackte Fremdheit und Falschheit zur Schau stellten, und immer wieder dazwischen schöne Landschaftsteile.

Bei einer Retortensiedlung in den Bergen, „Borscha-Komplex“ geheißen, war Ende. Ich musste länger warten, denn weiter oben gab es keine Dörfer mehr und folglich auch keine Minibusse. Ein Lastwagenfahrer nahm mich mit. Er sprach gut englisch und auch italienisch; war oft zu Ferntransporten in Westeuropa gewesen. Er berichtete, dass er 29 Jahre alt sei und zwei Töchter habe, und dass das Fahrzeug, das einen großen Sprung in der Frontscheibe hatte, sein Eigentum sei. Er fügte hinzu, dass die großen Aufträge seit einem Jahr völlig aufgehört hätten und fragte mich nach der Krise: „Wie lange wird sie noch dauern?“. Ich konnte keine optimistische Antwort geben: „Ein bis zwei Jahre mindestens.“ Jetzt war er unterwegs, um einer Gruppe Holzfäller Lebensmittel zu bringen. Sehr lang war deshalb unsere gemeinsame Fahrt nicht. Aber bald hatte ich wieder Glück. Dieses Auto nahm mich mit zurück bis zu dem Ort, wo mein Auto stand, knapp 100 km.

Am Abend zuvor, beim Rückblick über zwölf gemeinsame Wandertage – war die übereinstimmende Meinung, dass das kleine Hotel „Tarafagului“ in Suceviţa, Ort eines der berühmten Moldau-Klöster, uns den schönsten Rahmen zur Übernachtung geboten habe. Als ich nun mein Auto wieder gut antraf, beschloss ich dorthin zu fahren. Leider war alles belegt. Die Hoteleigentümerin spürte meine große Enttäuschung und fragte, ob ich in einem Privatzimmer schlafen wolle? Ja, warum nicht, wenn es ruhig sei. Es war das Haus ihrer Eltern am anderen Ende des Dorfes; Abendessen und Frühstück würde ich dort auch bekommen. Sie begleitete mich in ihrem Auto dorthin.

Es war ein traditionelles Bauernhaus; alles machte einen sehr guten Eindruck. Ich wurde herumgeführt, sah die eine Kuh. Es schien die Sonne. Ich setzte mich in den blühenden Garten und machte Notizen. Dann ging ich noch für eine Stunde in das Kloster. Jetzt war ich dort fast allein in der innen völlig ausgemalten Kirche. Über Lautsprecher wurde aus einem Klostergebäude der Gesang der Nonnen übertragen. Wieder zurück, wurden mir als Abendbrot Pilze in Sahnesoße mit Polenta und Dill serviert, dazu bäuerlicher Wein. Auch die selbst gemachten Marmeladen am nächsten Morgen waren köstlich.

Damit wäre auch eine Mosaikstein-Antwort auf die im vorletzten Heft von Professor Brämer aufgeworfene Frage gegeben: „Was treibt Trekker? Suchen und finden Weitwanderer unterwegs Genüsse?“ Es war vielleicht nicht jeden Abend so schön, aber Höhepunkte sind eben Höhepunkte. Wenn wir nicht zu Fuß durch dieses Land gezogen wären, wäre ich nie dorthin gekommen. Und „Genüsse“ in der Art gab es häufiger: In der Regel war das Essen gut und reichlich. Auch unterwegs gab es kulinarische Reize: Oft kamen wir an reifen Himbeeren oder Mirabellen vorbei, an einer Alm und später auf einem kleinen Hof wurde uns gerade gemachter Käse angeboten, bestreut mit Salzkristallen, ein anderes Mal erhielten wir auf einem kleinen Bauernhof Haselnüsse.

Bei der Sonnabend-Übernachtung in einem Dorf gerieten wir in eine Hochzeit mit Musik- und Gesangsdarbietungen der unterschiedlichsten Art, auch z. B. von einem etwa 15-jährigen Mädchen in Tracht, das offensichtlich ein regionaler Star war, denn im Nachbarort konnte man Musik-Kassetten von ihr kaufen. Hier wurden wir zum Mittanzen und Mittrinken aufgefordert.

Und als Genuss und Geschenk fasse ich Landschaften auf, in denen man fast allein ist und keine Autos oder Flugzeuge hört. Anfangs wanderten wir hauptsächlich durch Nadelwälder und kamen zu kargen Hochweiden, aber dann weiter in Richtung Westen überwogen die Laubwälder, in den Tälern gab es Felder und auf der untersten Hügelkette durchquerten wir Wiesen und bäuerliche Gärten.

Wie nah und wie fremd ist uns Rumänien?

Verreisen und gar das Wandern hat oft etwas von „Zeitreise“ und dem Wunsch, in die Vergangenheit eintauchen zu können. Wanderer durchqueren eine Gegend mühsam, aber sehen genau hin, entwickeln Gefühle, positive – manchmal auch negative, fangen an, die Gegend zu lieben und am Ende fällt es ihnen nicht leicht, sich von dieser „neuen Heimat“ zu trennen, jedenfalls nehmen sie Bilder von ihr mit in ihr „altes Zuhause“.

War uns Rumänien fremd? Existieren Fäden zu unserer Welt, wo könnten wir mit Erfahrungen anknüpfen? Die andere Sprache ist vielleicht eine Schwelle. Ich selbst war bis zu dem eingangs geschilderten Abschied verwöhnt worden, weil Angelica, Günthers Frau, für uns dolmetschte. So hatte ich mir auch kein Wörterbuch gekauft, was ich sonst in einem fremden Land mache. Aber es geht auch anders. Beim Sprechen reichen fürs Allernotwendigste einige Worte und Gesten. Beim Lesen kann man in Rumänien erstaunliche Kombinationen machen und dabei stellt sich ein Gefühl der europäischen Nähe ein. So kam mir beim Nachdenken über den Namen des Hotels „Tarafagului“ eine Erleuchtung. Er hat zwei Bestandteile: tara wie auf italienisch „terra“ das Land und „fagus“ heißt auf lateinisch die Buche. Das ergibt Buchenland, was auf „slawisch“ Bukowina heißt. Der alte Hauptort der Bukowina, die Stadt Czernowitz am Pruth, war im Sommer 2007 das Ziel einer langen Wanderung von Günther und anderen Netzwerk-Wanderern. Die Erfahrungen davon ist in „Wege und Ziele“ - Heft 24 / Dezember 2007 nachlesen.

Nun, im Sommer 2009, freuten wir uns an dem benachbarten neuen Land und an seinen vielseitigen Landschaftsbildern. Wie waren sie entstanden? Es war eine Kulturlandschaft, war Menschenwerk. Was für Menschen haben die rumänischen Landschaften „gemacht“? Und sichtbar war bei der Durchreise, es handelt sich um ein gefährdetes Erbe, denn die jetzigen Bewohner sind auf „Verbrauch“ aus. Zumindest könnte man auf solche pessimistischen Gedanken kommen, z. B. wenn man von Cluj / Klausenburg über die Gebirgsketten über breit ausgebaute Straßen in Richtung Suceava fährt und auf den Passhöhen die klotzig in die Landschaft gesetzten Hotels, Restaurants und Ferienhäuser sieht. Rumänien ist ein Land im Umbruch. Bei dem rapiden Wandel liegt die Frage nahe, was soll und kann bewahrt werden kann. Kann dabei das Weitwandern helfen?

„Zeitreise“ zu betreiben, ist in Rumänien gut zu praktizieren. Das Land regt an, sich mit Geschichte zu befassen und nicht selten wird es auch ein Stück „persönliche Geschichte“ sein, warum man nach Rumänien fährt. Bei mir war das auch der Fall, davon später. Der Schatten von Ceauşescu liegt immer noch über dem Land. Über personelle Kontinuitäten kann ich als flüchtiger Besucher nichts sagen. Unübersehbar sind in allen größeren Orten die baulichen Hinterlassenschaften des Regimes.

Aber noch stand ich unter dem Eindruck der Moldau-Klöster. Es schien sehr viele Nonnen zu geben. Später sah ich auch viele neue Klöster. Warum sind die rumänischen Klöster heute so lebendig? Ursprünglich waren sie von lokalen Fürsten und hohen Adligen gestiftet worden, die nicht vergessen sein wollten; an ihren Gräbern sollte möglichst immer gebetet werden. Auch im westlichen Europa hatte es dergleichen gegeben. Diese ursprüngliche Nähe zwischen Kirche und weltlicher Macht hat im orthodoxen Bereich nicht Brüche und Herausforderungen erlebt wie die Klosteraufhebungen in der Reformation, im aufgeklärten „Josephinismus“ oder während des preußischen „Kulturkampfes“. Im Gegenteil. Als diese Landesteile unter osmanischer Oberhoheit standen, waren die Klöster Bewahrer von kulturellen und nationalen Erinnerungen; das war positiv. Die kommunistische Zeit war schlimm, es gab Druck, junge Mönche und Nonnen wurden aus den Klöstern gedrängt - und es gab wohl viel Opportunismus und Kollaboration, aber die Klöster wurden nicht grundsätzlich geschlossen. Jetzt existiert Freiheit – und wem der „Kapitalismus“ zu aggressiv oder zu nackt ist, kann in ein Kloster gehen.

Die großen Bildzyklen, die die Außen- und Innenwände bedeckten, waren keine Dekoration, sondern enthielten sehr durchdachte „Bildbotschaften“. Eine Nonne hat unserer Gruppe fast eine Stunde in exzellentem Deutsch „Nachhilfe-Unterricht“ über Mariendarstellungen gegeben. Wir registrierten ungewohnte, aber einsichtige Bilder, die die Frage nach dem eigenen Kulturkreis - ich möchte den Pathos-Begriff Glauben vermeiden – aufwarfen. Ich bin lange in muslimischen Ländern mit Bildlosigkeit und einer „vernünftigen“, unkomplizierten Gottesvorstellung – zumindest nach Meinung meiner Gesprächspartner - gereist. Diese Klöster hier in der Moldau dienten auch als „Bollwerke“ und Selbstvergewisserung gegen die türkische Nähe. Als Christen beziehen wir uns auf eine schwierige Sache: War Jesus ein Mensch und/oder ein Gott? Rumänien betont zwar seine „Latinität“, aber bei den Klöstern und dem ganzen Kirchenwesen wird sichtbar, dass der Bezugsort Konstantinopel war. Und es gibt die Nähe zu Russland; Geschenke der Zarin Katherina an die Klöster wurden nicht ohne Grund gezeigt.

Jetzt aber befindet sich das Land auf dem Weg in die Moderne. Was ich an Supermärkten, neuen Fabriken, Großwerbungen, Tankstellen und Straßenbauten beobachten konnte, repräsentierte schon den zweiten Schub. Die vielen Besitzer der Autos mit italienischen, spanischen, portugiesischen oder deutschen Kennzeichen tragen dazu bei. Es sind keine Touristen. Schon die kommunistische Herrschaft wollte die Agrarstruktur des Landes mit Gewalt verändern, was auch mehr oder minder gut gelang. Die meist brutal in die Landschaft gesetzten Industrieanlagen, die kastenartigen Einkaufszentren, die überdimensionierten Schulen und die Hochhaussiedlungen in jeder größeren Ortschaft künden davon.

Das waren Überlegungen, die mir zum Teil erst im Nachhinein kamen. Als ich mich wieder in mein Auto setzte, war ich beschäftigt, mich in dem ungewohnten Land zurechtzufinden und die Eindrücke zu sortieren. Ich fuhr in meinem Auto erst ein Stück nach Ostern, kam in die Moldau-Ebene und hatte dort nun das Gefühl sehr weit im Osten von Europa zu sein. Ich zog meine Karte zu Rate und stellte als Entfernung bis Odessa 350 km Luftlinie fest. Dann fuhr ich wieder in die Karpaten hinein, diesmal viel südlicher und nach einer spannenden Durchquerung von schluchtartigen Bergstraßen kam ich im Inneren des Karpatenbogens heraus. Jetzt war ich in Siebenbürgen, auf lateinisch Transsylvanien.

Wegen eines interessanten Luftbildes war ich gespannt auf die Stadt Sighişoara / Schäßburg. Als ich anlangte, waren die Straßen der historischen Oberstadt eine riesige Baustelle. Neue Abwasser-Kanäle und Pflasterungen entstehen. Ich kam mit dem Auto kaum durch, obwohl ich „Eintrittsgeld“ für die Oberstadt bezahlt hatte. Aber es lohnt sich, dorthin zu fahren. Übernachtungs-Gäste waren an dem schönen Augustwochenende reichlich da. Ich fand ein Zimmer in dem jüngst sehr geschmackvoll hergerichteten Fronius-Haus in der Schulstraße, weitere Auskünfte dazu unter: www.fronius-residence.ro. Am Sonntagmorgen ging ich in den evangelischen deutschsprachigen Gottesdienst. Er war passabel besucht, die Predigt war anregend. Nach der Kirche kam ich mit dem Pfarrer ins Gespräch.

Am Spätnachmittag fuhr ich die Strecke von Schäßburg nach Apold, besuchte dort die Kirchenburg und das Gästehaus in der Nähe und fuhr weiter auf einer mehr oder minder unbefestigten und leeren Straße durch stille Landschaften und passierte Dörfer wie Brădeni / Henndorf, Retisu / Retersdorf, Barcut / Bekokten, Şoars / Scharosch und kam schließlich in Făgăraş / Fogarasch heraus und schlief dort in einer Pension.

Am nächsten Morgen ging ich durch die vom Erscheinungsbild recht „durchwachsene“ Stadt, stand vor einer riesigen, noch unfertigen „neubyzantinischen“ Kirche. Dann fuhr ich auf der Überlandstraße Brasov - Sibiu in Richtung Hermannstadt und bemerkte einen Wegweiser, der auf den Ort Cârta / Kerz und seine Kirche aufmerksam machte. Dort scheint man mit Besuchern zu rechnen. Ich sah Schilder für einen Campingplatz und vermutete auch Zimmerangebote von Privaten. Cârta liegt etwas abseits der Überlandstraße. Verkehrslärm dürfte kein Problem sein. In dem weitläufigen Pfarrhaus-Gelände liegt die Ruine eines Zisterzienser-Klosters. Im früheren Chor und Querhaus war um 1900 eine evangelische Pfarrkirche eingerichtet worden, von anderen Teilen stehen nur noch die Umfassungsmauern. Das Ganze wirkt wie eine Idylle.

Ich fand in der Nähe einen Wanderweg-Wegweiser. Das sah verlockend aus; man kann gut von Kerz Wanderungen und Ausflüge zu den nördlich gelegenen Dörfern mit Kirchenburgen machen.

Meine nächste Station war Sibiu / Hermannstadt. Die Stadt hat sich durch den Kraftakt „Europäische Kulturhauptstadt 2007“ gut herausgeputzt und besticht durch das sehr attraktive historische Zentrum. Bei meinem Besuch wurde in der eher kleinbürgerlichen, barock-gründerzeitlichen Unterstadt die Kanalisation erneuert. Aber es gibt in Stadtkern-Nähe auch Hoteltürme, die die Silhouette stören.

Straße in der Unterstadt von SibiuFür interessierte Einzelreisende könnte in Hermannstadt das kleine Gästehaus „Casa Baciu“ in der Straße des 9. Mai, Nr. 29 eine Anlaufstelle sein, weitere Informationen und Kontakte unter: www.casa-baciu.com . Es wird von zwei Brüdern betrieben, einer der beiden, Alexandru Ujupan, der sehr gut deutsch spricht, betätigt sich auch beim Carpathian Travel Center als Organisator von Rundreisen oder Wanderungen kleiner Gruppen oder Einzelpersonen. Er schien mir sehr kompetent. Das Büro hat seinen Hauptsitz in Brasov / Kronstadt, aber in Sibiu hat es ein Büro direkt an einer Ecke an der Plata Mare, dem Großen Platz. Von Hermannstadt machte ich Ausflüge zu weiteren Dörfern mit Kirchenburgen.

Die letzte Station meiner Rumänien-Reise war ein großes Dorf im Banat. Es liegt schon sehr nahe der ungarischen Stadt Szeged, aber in die Woiwodina, einer Teilrepublik von Serbien, ist es von dort nicht weit. Ich war im Jahr 2000 das erste Mal mit meiner Frau in Groß Sankt Nikolaus / Sinnicolau Mare, als wir erfuhren, dass sich dort das Grab meines 1944 von Partisanen erschossenen Vaters befindet, der im Krieg im jugoslawischen Teil des Banates stationiert war. Das war einer der Gründe, warum ich gerne der Einladung von Günther Krämer gefolgt bin, in dem Jahr in Rumänien zu wandern.



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