9. Etappe: von Kamioniki nach Srebrna Gora

Erstellt am Dienstag, 10. Juni 2014
Geschrieben von Katharina Wegelt

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Eine spannende Festung und ich lerne, was eine Fortifikation ist, wir entdecken wieder spannende Wegemarkierungen kennen und schwitzen bei etwa 35 Grad. Daher sind wir froh, dass der Weg größtenteils durch Wald und daher schattig verläuft. Ansonsten ist er eher unspektakulär - aber Srebrna Gora tröstet uns - mit dem Besuch der Festung Silberberg und einer heimeligen Unterkunft.

 

 

 

Länge: 20 km, Aufstieg: 655 m, Abstieg: 613 m
Max. Höhe: 813 m, Min. Höhe: 460 m


 Wanderkarte: Sudety Srodkowe, Galileos, ISBN 978-83-7868-074-1

Der gute Geist des Hotels hat uns eine wunderbares Frühstück gezaubert im pompösen Saal. Dann brechen wir auf - zunächst straff bergauf - zurück zum "blauen Weg". Der ist rasch erreicht - und weiter geht es auf der Asphaltstraße. Jedoch nur noch etwa einen km, dann biegt der Weg ab in den Wald. Hier sind wieder Waldarbeiter ordentlich am Schuften, wir hören, wie ihre Kollegen irgendwo tiefer im Wald noch weitere Bäume fällen. Daher wollen sie uns nicht durchlassen ... Doch nach einem Blick in unsere Wanderkarte winken sie ab, alles ok - zum Glück. Wir hören beim Weitermarschieren dennoch gut hin, woher die Sägegeräusche kommen.

Auf einer Forststraße erreichen wir nach etwa 4 km unser eigentliches Ziel des Vortages. Zum Glück hatten wir uns gestern richtig entschieden, denn die in der Wanderkarte eingetragene Unterkunft gibt es nicht mehr, und die Bushaltestelle, die uns nach Bielawa verhelfen sollte, sieht nicht danach aus ...

An der Wegkreuzung liegen mehrere gefällte Bäume - einer mit einem blauen Wanderzeichen. Der Teil mit dem Zeichen liegt ordentlich am Wegesrand. Ob er wohl dort liegenbleiben soll?ebrna Gora.

Von nun an geht es fast ausschließlich auf Waldwegen, fast durchgängig ohne weitere Sichten bis Srebrna Gora. Nachdem wir den ersten Hinweis auf die Festung Silberberg ausgiebig studiert haben und an einer gut abgezäunten (zum Glück - denn hier gab es reichlich wütende Hunde) Bungalow- oder Wohnsiedlung am Waldrand vorbei gegangen sind, landen wir am Parkplatz für die Festung und das Fort. Hier gibt es an einem Kiosk unseren Tages-Cappu.

Dann folgen wir einem Hinweis auf die Villa Hubertus. Was für ein Glück: Eine ehemalige PTTK-Hütte (wobei das Wort dieser Villa nicht gerecht wird) ganz nach unserem Geschmack und mit freien Zimmern für uns. Und: Ich bekomme wieder mal einen Stempel in mein Heft, denn der Weg führt nicht mehr an einst ausgewiesenen PTTK-Hütte vorbei.

Wir erfrischen uns kurz und erobern die nahegelegene Festungsanlage (Twierzdza Srebrna Gora) am Pass von Silberberg (Przełęcz Srebrna), die Friedrich der Große Mitte des 18. Jahrhunderts errichten ließ - man kann dazu auch Fortifikationsanlage sagen - lerne ich. Sie ist der größte Festungsbau in Europa - mit der höchsten Bastei - Donjon. Diese Festung wurde niemals von Feinden eingenommen.

Anschließend lassen wir es uns in der Villa Hubertus schmecken - sowohl die verschiedenen Piroggen als auch den Wein.

"Villa Hubertus"

http://www.villahubertus.com.pl/

 

20.1 km, 05:32:55

 



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