Via Kirgisia - 30. Etappe

Erstellt am Montag, 27. Juli 2015
Geschrieben von Jochen Ebenhoch

 

Lykische Berge, von Seki nach Büyükköy
116 km, 24. – 30. Mai 2015

Auf dieser sechstägigen Etappe mitten durch die bezaubernde Berglandschaft Lykiens haben wir von Seki kommend die Stadt Korkuteli erreicht und konnten noch einen Tag weiter bis Büyükköy wandern. Diese Strecke haben wir wieder zu viert mit unseren Freunden Günther und Christine gemeistert. Die Temperaturen waren angenehm warm, es wehte oft eine leichte Brise und bis auf einige kurze Schauer hatten wir meist sonniges Wetter.

Von der Hochebene bei Seki sind wir auf den Überresten einer mittelalterlichen Strasse aufgestiegen und haben den Gögübeli-Pass auf 1850 Metern überschritten. Nach dem Abstieg in die Ebene haben wir uns entschieden, südlich von Yaprakli über einen weiteren Pass direkt nach Çobanisa weiterzuwandern und den tiefer liegenden Hauptort Elmali zu umgehen. Von hier sind wir in einem Bachbett in gebührendem Abstand zu einer Schnellstrasse gewandert. Dann haben einen Weg nach Norden durch das Dorf Karabayir und über einen weiteren Bergrücken genommen, bevor wir schließlich am fünften Wandertag den Stausee von Korkuteli erreichten. Ab dort war die Landschaft deutlich ebener mit vielen Kornfeldern und einigen leichten Hügeln um das Dorf Büyükköy.

Wir sind auf kleinsten Pfaden und Wegen gewandelt, auf denen selten ein Wanderer gegangen sein dürfte. Anscheinend ist aber Alexander der Grosse mit seinen Heeresscharen ganz in der Nähe von Elmali durchgezogen: die allerersten Fußgänger hier waren wir wahrscheinlich nicht!

Auf dieser Wanderung haben wir in der Nähe von Yaprakli auch die 4000 km-Marke überschritten, welche die Hälfte unserer ursprünglich geplanten Strecke nach Kirgistan darstellt. Wir gehen jedoch davon aus, daß wir bis zu unserem Ziel etwas mehr Kilometer benötigen werden, als am Startpunkt unserer Reise vorgesehen, denn wir wollen unser Endziel auf einer ungefährlichen, landschaftlich schönen und kulturell reichhaltigen Route erreichen.

Ein besonderes Erlebnis waren die langen Passagen durch bizarre und stachlige Kermeseichenwälder und die vielen Landschildkröten, denen wir unterwegs begegnet sind. Faszinierend waren auch die vielen gerade aufgeblühten Blumen, die zwar alle irgendwie bekannt aussahen, sich aber doch mehr oder weniger stark von den uns in Europa bekannten Arten unterscheiden.

Nur in den Orten Seki, Elmali und Korkuteli haben wir Unterkünfte gefunden. Diese haben wir als Basislager verwendet und uns jeweils mit Bussen oder Taxis an die Startpunkte der Tagesetappen fahren lassen, bzw. von den Etappenzielen abholen lassen. Im Dorf Karabayir hingegen hat uns der Bürgermeister selbst zu sich nach Hause eingeladen und uns ein Nachtquartier und ein mehrgängiges Menü angeboten! Auch sonst wurden wir in jedem Dorf wieder herzlich begrüßt und zum Tee oder zu einem Essen eingeladen: auf Gastfreundschaft wird hier sehr viel Wert gelegt!

Mangels käuflichem Kartenmaterial haben wir uns ausschließlich mit Satellitenbildern und topografischen Karten (OSM, google) orientiert. Weitere Informationen und Bilder, sowie eine genaue Landkarte dieser Wanderetappe, befindet sich wie üblich auf unserer Webseite Via Kirgisia.



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