Ruhetag in Daun

Erstellt am Montag, 02. August 2010
Geschrieben von Friedmar Erfurt

Sonnabend, 19. Juni 2010

Durch den Kurpark laufen wir hinauf nach Daun, den Weg kennen wir ja bereits seit gestern Abend. Monika hat die Kapuze ihres Anoraks hoch geschlagen – es regnet leicht.

Unser wichtigstes Ziel ist heute das Vulkanmuseum Daun. Hier hoffen wir, etwas mehr über den Vulkanismus in der Eifel zu erfahren. Und wir werden nicht enttäuscht. Bereits der junge Mann an der Kasse gibt uns eine angenehme Einführung, nicht zu breit, aber mit viel Sachkenntnis. Naja, gehört sich ja schließlich auch so…

Bis zum Vulkan und Kaltwassergeysir reichen die Modelle, ich werde wieder einmal meinem Ruf als Museums-“Onkel” gerecht. Und zwar deshalb, weil ich keinen Schritt weiter gehe, bevor ich nicht den letzten Buchstaben einer Schautafel gelesen habe.

Wann es wo welchen Vulkanismus in der Eifel gab – das Alles habe ich mir so genau nicht gemerkt. Aber dass der letzte Ausbruch vor 8400 bis 10000 Jahren stattfand, das hat mich doch sehr beeindruckt. Und dass man eine große Magma-Kammer in nicht allzu großer Tiefe entdeckt habe. Denn manche Vulkane schlafen ja auch tausende Jahre lang – und dann toben sie plötzlich wieder los. Hoffentlich kommen wir noch heil nach Sachsen zurück, da sind wir dann weit genug entfernt…

Das Mittagessen nimmt uns die Angst. Auf Empfehlung unserer Hotel-Wirtin finden wir uns bei einem sehr gutem Italiener ein. Wir nehmen eine kleine Pizza und trinken dazu Weißwein. Und dabei kommt uns der Gedanke, dass ja die Italiener mit Ätna, Vesuv und Stromboli so ihre Erfahrungen haben. Wenn dann ein so guter Pizza-Bäcker von dort weg geht – in die Eifel – , dann setzt er auf Nummer sicher. Und wir beschließen: die Eifel ist so sicher wie die Rente…

Derart moralisch gefestigt, begeben wir uns hoch zum Burgberg. Hier haben wir einen schönen Überblick über die Stadt Daun. Wer mag hier oben schon alles gehaust haben?

Und weil jetzt auch die Sonne da ist, beschließen wir, noch ein wenig durch die Stadt zu bummeln. Wir erinnern uns: Da gab es doch noch so eine Empfehlung – war da nicht die Rede gewesen von einem guten italienischen Eiscafé?

Tatsache, wir finden es! Bei einem gewaltigen Eisbecher und einem Espresso lassen wir es uns gut gehen. Anschließend laufen wir gemächlich zu unserem Hotel in Gemünden zurück. Dort überrascht uns die Menge der Autos, die auf dem Parkplatz stehen. Und als wir zum Abendessen kommen, ist der Gastraum gerammelt voll. An einem langen Tisch feiert fröhlich eine größere Gesellschaft. Wir finden noch ein Plätzchen. Und als sich einige (noch) ältere Herrschaften von ihren Tischen am Fenster erheben, kommt die Wirtin zu uns und fragt: “Wollen Sie sich ans Fenster setzen?” Wir wollen und genießen so bei Abendsonnenschein den schönen Blick ins Liesertal bei Gemünden.



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