Etappe 39 Wildenfels – Hohenstein/Ernstthal 25.07.09

Erstellt am Freitag, 07. August 2009
Geschrieben von Friedmar Erfurt

Sylvia geht heute mit. Monikas ehemalige Arbeitskollegin hatte vor einigen Tagen angefragt, ob es uns recht sei, wenn sie uns auf dieser Etappe begleitet. Natürlich! Und so ist sie pünktlich zur vereinbarten Zeit am Hotel, ein Kollege brachte sie mit dem Auto von Hohenstein/Ernstthal herüber.

Der gestern gefundene Weg führt angenehm sanft auf die Höhe, mit Blick ins Erzgebirge. Der Bergbau hinterließ um Wildenfels und im Ölsnitzer Raum deutliche Spuren.

Es geht ziemlich steil hinunter ins Tal. Durch Wildenfels mit seinem Schloss sind wir auf dem gut markierten grün-weißem Wanderweg rasch hindurch und bald wieder auf der Höhe an der A72. Hier haben wir einen Super-Weitblick.

Erste kräftige Schauer fallen im Erzgebirge – das dürfte etwa der Raum Aue sein. Wir sind noch nicht dran...

Ein schöner Weg geht immer auf dem Kamm lang. Sylvia singt gern – und so trällern wir alte Wanderlieder. Ein kurzes Stück Straße müssen wir absolvieren – bei dem böigen Wind und dem starken Autoverkehr kein Vergnügen – dann folgt ein großer Wiesenabschnitt. Und da weit und breit keine Bank zu finden ist (Bankenkrise???), beschließen wir, uns auf dem herrlich grünen kurzen Gras auszubreiten.

Für das Picknick in der Sonne hat Sylvia alles vorbereitet: Nudelsalat auf Papptellern und mit Plastegabeln, dazu Eier und Obst. So komfortabel hatten wir es unterwegs noch nie! Nur Monika hat Ärger: ihr Plastebecher hat in meinem Rucksack einen Sprung abbekommen. Und so läuft das ganze gute Leitungswasser, mit Magnesiumtabletten aufgebessert, über ihre Hose.

In Ölsnitz kriegen wir den ersten Regenguss ab – also Anorak an. Nach 10 Minuten strahlender Sonnenschein – Anorak wieder aus.

Monikas Handy piepst: eine SMS von Catrin und Tilo ist da. Sie liegen schon in Usedom am Strand, haben die es gut!

Während des langen Weges durch Gersdorf ziehen dicke schwarze Wolken auf. Die ersten Regentropfen fallen, als wir in Sichtweite einer Eisbar sind. Das ist die Gelegenheit, einen Eisbecher zu genießen! Wir freuen uns, dass es richtig schön an die Scheiben trommelt und wir im Trockenen sitzen.

Aber der Regen ist genauso schnell wieder zu Ende, wie er gekommen ist. Den Rest gehen wir bei schönstem Sonnenschein, bis wir Sylvia verabschieden. Im Hotel dauert es gar nicht lange und das Telefon klingelt wieder. Unsere Freunde Ursel und Ralf sind im Hotel und warten auf uns im Restaurant.

Ihr Kommentar, als wir uns begrüßen: „Ihr seht eigentlich gar nicht angegriffen aus – im Gegenteil, richtig erholt!“ Ja, ehrlich gesagt, soviel Aufmerksamkeit wie während dieser ganzen Wanderung haben wir unserem Körper lange nicht angedeihen lassen. Und gut geschlafen nach des Tages buchstäblicher Last haben wir auch immer.

Ralf übernachtet im Hotel, um am anderen Morgen mitzugehen, Ursel fährt wieder nachhause.



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