Etappe 38 Schönfels – Wildenfels 24.07.09

Erstellt am Freitag, 07. August 2009
Geschrieben von Friedmar Erfurt

Strahlender Sonnenschein beim Aufwachen, bewölkt beim Abmarsch, aber kein Regen, dafür kräftiger Wind – das schon mal vorab zum Wetter des heutigen Tages.

Wenige Hundert Meter laufen wir Straße, dann geht aus auf einem Feldweg hinüber nach Stenn. Nach dem Ort überqueren wir die Eisenbahnlinie und gehen unter einer brandneuen, noch in Bau befindlichen Straße durch. Zum Glück hat man über den Wanderweg eine Brücke gebaut!

Es tut sich ein weiter Blick über Zwickau auf. Dann plötzlich auf dem Wanderweg vor uns eine Steinbrücke über einen Bach und davor eine Absperrung: „Brücke ist einsturzgefährdet“. Wir schicken zuerst Tilo drüber – er ist der Schwerste von uns. Und heroisch setzt er sein Leben ein. Doch es geht alles gut. ;-)

Unser Weg führt südlich an Zwickau vorbei, doch nach Obercainsdorf ist er weg – alles ein einziges Weizenfeld. Wir machen einen kleinen Umweg und sind bald in Rottmannsdorf. Dann stehen wir vor einem Privatgrundstück, das sich auf dem Wanderweg breit gemacht hat. „Das gehört mir schon seit 2001, der Weg geht unten herum!“ sagt freundlich der Besitzer. Wir haben kein Problem damit. Denn es geht einen Bachgrund hinunter. Und ob man da ein paar Meter weiter oben oder unten läuft, ist schließlich gleich. Dann ein Weidezaun mit einem Schild: „Vorsicht. Freilaufender Bulle. Lebensgefahr“

Tilo beschwert sich, von ihm gehe doch wahrlich keine Gefahr aus. Kurz darauf sind wir an einem idyllischen Teich – und müssen schmunzeln. Das Lachen vergeht uns gleich wieder – und kehrt zurück: „Unrat - Stilleben am Teich“.

Von hier ist es nicht mehr weit, dass wir das drittletzte Mal die A72 überqueren und nach Culitzsch gelangen. Steil geht es dann hinunter nach Cunersdorf, wo uns das dortige Gasthaus zur Rast einlädt. Bei der heutigen Hitze genehmigen wir uns sogar einen Nachschlag bei den Getränken.

Ein letztes Mal am heutigen Tag geht es dann hinauf auf die Höhe.

Ein sehr schöner Weg mit weitem Blick bis zum Wildenfelser Ortsteil Wiesen und zum Schloss Wildenfels führt uns stetig bergein. Wir queren die Eisenbahnlinie Zwickau-Aue und die Zwickauer Mulde und sind im Wildenfelser Ortsteil Schönau. Dass dann unser heutiges Quartier, der Gasthof Wiesenburg, gleich am Anfang liegt, freut uns besonders. 3,7 Kilometer heute gespart bis zum Ortszentrum, dem theoretischen Etappenziel – aber morgen kommen die dann dazu!

Wir trinken noch gemeinsam Kaffee (mit einem leckeren Pflaumenkuchen!), bevor Catrins Vater die beiden Mitwanderer per Auto abholt. Es war köstlich mit den beiden 20 Jahre jüngeren Leutchens, soviel haben wir selten gelacht! Und als es beim Abschied hieß: „Wenn ihr wieder mal eine Tour geht, sind wir dabei!“, freute uns das ganz besonders.

Bei einem Bummel vor dem Abendbrot schauen wir noch auf der Karte nach einem Weg durch die Felder, denn die endlose Straße wollen wir morgen nicht gehen.



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